Katharina Sieverding

01.11.2024
– 09.03.2025
KS_Maton_I_01A_1969-72
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Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen würdigt mit einer großen Überblicksausstellung
das Werk der international gefeierten Fotopionierin und die kritische Stimme Katharina Sieverdings
(geb. 1941 in Prag). Seit den späten 1960er Jahren stellt die vielfach ausgezeichnete
Künstlerin mit ihren Arbeiten grundsätzliche Fragen zu Identität, Gender und Race,
aber auch nach der Macht der Bilder und der damit verbundenen gesellschaftlichen Verantwortung.
Mit ihren monumentalen Arbeiten, die sich der Performance, der Body Art und dem Experimentalfilm
zuordnen lassen, hat sie der Fotografie eine neue Dimension hinzugefügt. Sie
begreift das Medium Fotografie als plastisch formbares und transformierbares Material, das
sich in ein interdisziplinäres Denken und Arbeiten weiten muss und letztendlich immer mit
einem politischen Kommentar verbunden ist.
Insofern ist es konsequent, dass sich ihre Ausstellung in K21 auch in den öffentlichen
Raum erstrecken wird. Neben einer neuen Arbeit und zentralen Werken ihres über 50-jährigen
Schaffensprozesses wird erstmals auch ihr umfassendes Archiv als offener Denk- und
Diskursraum in die Präsentation einbezogen.
Die Ausstellung wird ermöglicht durch die NATIONAL-BANK AG und wird gefördert von der
Kunststiftung NRW.

Ende der 1960er-Jahre experimentiert Katharina Sieverding mit der Instant-Technik des Passbildautomaten. In spontanen Selbstporträts hält sie den Ausdruck fest, der sich gerade auf ihrem Gesicht spiegelt: „Der Fotomaton wurde für mich zum Studioersatz, er ist die kleinste Einheit – Fotostudio, Kamera und Labor in einer Kabine.“ übertragen auf große Bildtafeln präsentiert sie diese in vielen Variationen. Das Porträt repräsentiert nicht mehr die im Bild dargestellte Person selbst. Es wird zum Anlass für eine Auseinandersetzung sowohl mit Identität und Zugehörigkeit als auch mit der vermeintlichen Objektivität des fotografischen Bildes.

At the end of the 1960s, Katharina Sieverding experimented with the instant technology of the passport photo booth. In spontaneous self-portraits, she captures the expression that is currently being reflected on her face: “The hotomaton became a studio replacement for me, it is the smallest unit – photo studio, camera and laboratory in one booth.” Transferred to large picture panels, she presents them in many variations. The portrait no longer represents the person depicted in the picture itself. It becomes the occasion for an examination of identity and belonging as well as the supposed objectivity of the photographic image.

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